So vermeiden App-Entwickler schlechte Bewertungen in den App Stores

Die Flut der Apps

Die Flut der Apps (Bild: © Scanrail – Fotolia.com)

Seit dem Durchbruch von Smartphones und Tablets überfluten eine Reihe unterschiedlicher Apps den Markt, um dem User in jeder Lebenslage Unterstützung zu bieten. Aufgrund der vergleichsweise einfachen Software-Entwicklung von Native Apps wächst die Zahl an iOS und Android Apps stetig und stellt den User vor die Qual der Wahl. Welche Kriterien muss eine App erfüllen, um sich in diesem Konkurrenzkampf durchzusetzen?

Gerade durch das vorhandene Überangebot an mobilen Applikationen wird die Nutzer-Bewertung einer App im Store zu einem wichtigen, wenn nicht gar dem wichtigsten Indikator im Entscheidungsprozess für oder gegen den App-Download bzw. -Kauf. Anders gesagt: Der Erfolg einer App entscheidet sich maßgeblich durch das User Ranking.

Positive Bewertungen:

  • sorgen für eine bessere Platzierung in den App Stores
  • steigern die Sichtbarkeit Ihrer App und somit die Downloadzahlen
  • sind schwerer zu erlangen als negatives Feedback und somit ein noch wertvolleres Gut

Welche Dinge gilt es also vor offiziellem App Launch zu berücksichtigen, um verärgerte User und negative Bewertungen zu vermeiden? Christoph Püchel, COO bei testCloud, verrät folgend die drei wichtigsten Fragen, die Sie vorab an Ihre App stellen sollten. Nachdem sie diese mit „Ja“ beantwortet haben, sollte dem offiziellen Release Ihrer App nichts mehr im Wege stehen.

Funktionalität:

Läuft die App einwandfrei auf allen möglichen Mobile Devices und Software-Versionen der verschiedenen Anbieter? Die Masse an unterschiedlichsten Anbietern und Geräten auf dem Markt und die ständige Weiterentwicklung erschwert eine komplette Geräteabdeckung beim Testen enorm.

Nutzerfreundlichkeit:

Ist die Nutzung der App für meine Zielgruppe selbsterklärend oder gibt es Verbesserungsvorschläge, an die ich selbst vielleicht nicht gedacht habe? Jemand, der sich so intensiv mit dem Produkt auseinandergesetzt hat, wie der Entwickler selbst, gerät schnell in Gefahr der Betriebsblindheit.

Rechtschreibung und Design:

Sind die Texte der App frei von Rechtsschreibfehlern und der Auftritt ansprechend für meine Zielgruppe? Sekundenschnell entscheidet der User über Akzeptanz oder Missfallen. Rechtschreibfehler sowie ein nicht ansprechendes Design lassen den Verbraucher an der Qualität des Anbieters zweifeln.

Auch erfahrene Entwickler können ihre App nur schwer allein auf diese Anforderungen hin überprüfen. Ob durch befreundete Entwickler, Kollegen oder die Familie: Ein objektiver Blick von außen hilft dabei, die App auf Herz und Nieren zu testen und wertvolles Feedback zu bekommen. Tools und Services helfen dabei:

Software Testing Add-ons im Browser:

Bieten eine Vielzahl an begrenzten aber hilfreichen Tools, um grundlegende Funktionen von Apps zu testen. Beispielsweise kann man durch Simulation prüfen, ob die grafische Darstellung für verschiedene Geräte optimiert ist.

Verteiler Tools:

Helfen bei der Distribution der Apps. Nach Upload können Ihre Tester diese direkt über die Plattform herunterladen und installieren. Wertvolles Feedback, beispielsweise in Form von Crash Reports sowie Möglichkeiten zur Analyse, helfen bei der Optimierung.

Crowd Testing:

Auswahl von Windows Phone Versionen im Crowdtesting

Im Crowdtesting besteht maximaler Zugriff auf unterschiedlichste Testumgebungen. Quelle: testcloud

Die wohl umfassendste Methode des App Testings ist das sogenannte Crowd Testing. Dabei werden die mobilen Applikationen mithilfe der Crowd, d.h. einer Vielzahl an heterogenen Testern, schnell und effizient auf ihre Marktreife getestet und so standhaft für den kritischen Blick des Verbrauchers. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich ein kontinuierliches Testing von Projekt-Beginn an, um ihr angestrebtes Release-Datum zu sichern und Rückschritte oder Abbrüche im Entwicklungsprozess zu vermeiden.

 

 

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